Ministerpräsident Kretschmann im Hülbener Dorfladen

                     

Sehr erfreut waren die Verantwortlichen vom Hülbener Dorfladen, dass Winfried Kretschmann anlässlich seiner Sommerwanderung Station beim Dorfladen in Hülben machte!

Beeindruckend fand der Ministerpräsident wie die ehemalige Schleckerfiliale zum Nahversorger an der Uracher Strasse umgewandelt wurde.

Heiter führte Bürgermeister Ganser den prominenten Gast durch den Laden.

           

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Der Besucherandrang war riesig.

Ministerpräsident Kretschmann im Hülbener Dorfladen 1

Bürgermeister Siegmund Ganser freut sich über den Besuch von Winfried Kretschmann.

 

Regionalausgabe Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt

 

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Gute Stimmung: Im Dorfladen in Niedersonthofen herrschen beiderseits der Theke Humor und ein
freundliches Miteinander – das schafft eine besondere Einkaufsatmosphäre, da kommt man gerne wieder.

Dorf-Leben dank Dorf-Laden

Ohne Dorfladen fehlt die Nahversorgung mit Lebensmitteln und Gesprächen. Das
musste auch Niedersonthofen (Gemeinde Waltenhofen) erleiden – bis sie ihren
Laden mit viel Gemeinschaftsleistung wieder mit neuem Leben füllten.

Rühriger Umtrieb herrscht im Niedersonthofer Dorfladen. Kunden kommen und gehen, man kennt sich beim Vornamen
und jeder kennt jeden. Dass es zwischen den gut bestückten Regalen in den kleinen Räumen mitunter etwas eng wird, stört hier niemanden
– im Gegenteil – man kommt ins Gespräch und beiderseits der Theke wird viel gelacht. Jeder Kunde, der diesen Laden
betritt, öffnet mit der Eingangstüre auch ein Stück Geschichte. Unzählige Menschen haben die Klinke schon in der Hand gehabt – doch
vor einigen Jahren schien es, als seien die Tage des Dorfladens gezählt. „Über 100 Jahre und drei Generationen hat die Familie Sandholz hier
bei uns den Dorfladen umgetrieben, der ursprünglich als Kolonialwarenladen entstand. 2010 konnten Martha Sandholz mit über 70 Jahren und ihre Nichte die Arbeit aber nicht mehr bewältigen und haben den Laden geschlossen“, weiß Barbara Jörg, heutige Marktleiterin des Dorfladens, um die Geschichte der historischen Räume. Mit dem Laden ging auch der beliebte Treffpunkt in der Ortsmitte Niedersonthofens verloren. „Man
kam hier zusammen und die, die es nicht gewohnt waren, fanden es unsäglich“, erzählt Jörg. „Gerade für ältere Leute, die nicht mobil sind, war
das ein echtes Problem.“ Zudem habe sich das plötzlich fehlende Lebensmittel Angebot auch direkt auf die umliegenden Geschäfte ausgewirkt:
„Unser Bäcker hatte massive Einbußen, weil die Kunden ohnehin wegfahren mussten zum Einkaufen und das Brot dann auch gleich bei der
Konkurrenz in den umliegenden Orten mitgenommen haben.“

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Der Dorfladen ist das neue alte Herz in der Ortsmitte von Niedersonthofen (Gemeinde Waltenhofen).

Es musste etwas geschehen
Dass etwas geschehen muss, darin waren sich Peter Neßler, Hermann Siegel und Kurt Hübner deswegen einig. Die drei Niedersonthofener Rentner sind seit der Schulzeit befreundet und nahmen sich des Problems an. Als ersten Schritt und mit finanzieller
Unterstützung der Gemeinde engagierten sie mit Wolfgang Gröll, Firma NewWay, einen erfahrenen Berater, der bayernweit Dorfladenprojekte
berät. Die Machbarkeitsstudie zeigte, was sich die Dorfgemeinschaft erhofft hatte: Ein Laden für Niedersonthofen ist tragfähig.
Wie sehr den Niedersonthofenern ein Laden am Herzen lag, stellten sie bei der Gründungsversammlung im
dorfeigenen Gasthof Krone unter Beweis. 225 Anteilseigner zeichneten als stille Gesellschafter 355 Anteile à 180 €. „Der Saal war voll und
wir haben heute fast jeden Haushalt

im Ort als Anteilseigner dabei“, freut sich Jörg über den tollen Zuspruch. Über 60 000 € konnten so als Startkapital gesammelt werden, die
für die Renovierung, den Umbau, die Ladeneinrichtung und die Erstausstattung des Sortiments genutzt wurden. Die Renovierung des Ladens
wurde kostengünstig und auch hier mit großem Einsatz der Bevölkerung realisiert: „Da war viel kostenloser Handwerkereinsatz
dabei und insgesamt wurden 1500 Stunden unbezahlt geleistet.“ Nur ein Jahr verging von der ersten Idee, bis der Dorfladen im März 2012
wieder in Betrieb ging. „Ich erinnere mich noch genau an eine alte Dame im Ort, die mit Tränen in den Augen bei mir an der Kasse stand“, erinnert sich Jörg an die Eröffnung. Seither übertrifft der Laden alle Erwartungen: Statt im fünften Jahr, machte der Laden bereits im ersten Jahr Gewinn.640 000 € Umsatz konnten allein im vergangenen Jahr 2016 erzielt werden und für 2017 rechnen die drei Initiatoren
und heutigen ehrenamtlichen Geschä sführer mit einem Umsatzplus von weiteren 5 %. Und auch Marktleiterin Barbara Jörg kennt die
Zahlen ganz genau: „Wir hatten letztes Jahr 38 000 Kassiervorgänge bei einem durchschnittlichen Einkaufswert von 16,90 Euro. Vergleichbare
Dorfläden liegen bei neun bis zehn Euro.“

Spitzenwerte in der Urlaubszeit
Spitzenwerte erreichen die Niedersonthofer dabei vor allem in den Sommermonaten. Grund sind die rund 50 000 Übernachtungen im
850-Seelen-Ort. Private Ferienwohnungen, Urlaub auf dem Bauernhof und der nahegelegene Campingplatz locken die Touristen. Für diese zahlungskräftigen Kunden wurden eigens die Öffnungszeiten angepasst: „Die Anreise ist oft am Samstag bis zur Mittagszeit. Damit die Gäste
für das Wochenende noch einkaufen können, haben wir am Samstagnachmittag nochmal von 16 bis 18 Uhr geöffnet“, erklärt die Marktleiterin.
Dabei profitiere der Laden auch von der guten Zusammenarbeit mit den Gastgebern: „Wir haben dort wochenaktuell unsere Angebote
aushängen.“ Auf den 75m2 Ladenfächen finden die Kunden ein Vollsortiment vor: „Früher gab es hier nur ein kleines sogenanntes Trockensortiment mit Produkten wie Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Kaff ee und Tee. Frische Produkte gab es nur wenig – aber alleine
kann man auch keine Drei-Meter-Wursttheke in Schuss halten“, weiß Jörg. Knapp 50 verschiedene Lieferanten liefern heute die Waren für das
2400 Artikel umfassende Sortiment des umtriebigen Dor adens. Hauptlieferant für die breite Palette an Produkten ist die Firma Utz aus Ochsenhausen, die sich auf die Belieferung von Dorfläden spezialisiert hat und bedarfsgerecht auch kleine Mengen liefert. Daneben setzen die Niedersonthofer gezielt auf regionale Produzenten und Händler. Speziell die Frischeprodukte wie Wurstwaren, Frisch eisch, Milch- und Molkereiprodukte sowie Obst und Gemüse beziehen sie soweit wie möglich aus dem Allgäu.

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„Das Brot haben wir direkt aus der dorfansässigen Bäckerei May und den Honig vom Imker im Ort“, erklärt Jörg. Daneben stehen Zirbenzapfen-
und Gebirgskräuterwein aus der Allgäuer Gebirgskellerei in Wertach ebenso im Regal wie original italienischer Büffelmozzarella,
Parmesan, frische Zitronen und Oliven, die über persönliche Kontakte nach Italien regelmäßig ins Allgäu gebracht werden. „Wir können unseren
Kunden so etwas Besonderes bieten, was es nicht überall gibt.“ Damit konnte auch ein Kundenstamm aufgebaut werden, der weit über die
Ortstafeln des beschaulichen Dorfes hinausreicht.

Sechs Landwirte liefern Produkte

Exklusive Produkte entstehen auch in der Kooperation des Kräuterdorfs Niedersonthofen und dem nahegelegenen Puntzelhof, der wertvolle
Kräuter und Beeren zu Marmeladen, Senfen, Ölen und Molkebädern verarbeitet. Heimische Erzeugnisse erhält der Dor aden auch aus der
direkten Zusammenarbeit mit Landwirten. Sechs Landwirte liefern Produkte wie Kartoffeln, Käse, Eier, Honig und Essig. So kann dort der
Bergkäse der Alpe Hochried bezogen werden, der ansonsten ausschließlich auf der Alpe selbst verkauft wird. „Wir können den Landwirten
auf diesem Weg und ohne Zwischenhandel den Preis bezahlen, den sie für ihr Produkt brauchen und sind trotzdem noch günstiger als die Konkurrenz der Supermärkte. Gerade die Frischeprodukte wie Fleisch, Wurst, Molkereiprodukte, Gemüse und Obst seien die Träger
des Ladens. „Darüber machen wir über 60 Prozent des Umsatzes und 90 Prozent des Gewinns“, rechnet Jörg vor, „da sind deutlich größere Spannen möglich, als bei haltbaren Waren.“ Die Marktleiterin sieht in eben diesen Warengruppen den Erfolgsschlüssel eines Dorfladens: „Frischeprodukte holt man oft – wenn man hier eine gute Qualität bietet, hat man die Kunden regelmäßig im Laden. Sie nehmen dann auch die anderen Produkte bei uns mit – wir haben viele Kunden, die gar nirgends anders mehr einkaufen als bei uns.“ Dass der Dorfladen aber über die
ganze Palette an Produkten generell etwas günstiger ist als der Supermarkt, überraschte sogar die Verantwortlichen. So konnte das Team bei
einem privaten Einkaufsvergleich von 60 Produkten aus verschiedenen Warengruppen feststellen, dass der Kunde im Supermarkt etwa ein
Prozent mehr bezahlt als im Dorfladen. Die Gründe hierfür seien vielfältig, weiß das Dreigestirn der Geschäftsführer: So arbeiten sie selbst
ehrenamtlich, wodurch keine Lohnkosten anfallen, der Zwischenhandel werde bei einer Vielzahl der Produkte als Kostenfaktor ausgeschaltet und auch die Nebenkosten wie Ladenmiete seien niedrig. Hinzu komme, dass auch die Löhne der Mitarbeiter etwas geringer seien, als bei einem herkömmlichen Supermarkt. Dafür hätten die Mitarbeiterinnen extrem kurze Wege zum Arbeitsplatz und bei weitem nicht den Leistungsdruck.

Bunter Haufen mit Humor

Neun Mitarbeiter beschä igt der Dorfladen plus zusätzlich zwei Mitarbeiter im Getränkeladen, der seit dem vergangenen Jahr ebenfalls vom Dorfladen betrieben wird. Fünf Mitarbeiter sind fest angestellt, die Übrigen auf 450-€-Basis. Die Damen stammen dabei größtenteils direkt aus dem Ort und waren zuvor als Hauswirtschafterin, Optikerin, Krankenschwester, Obst- und Gemüse-Fachverkäuferin oder Hotelfachfrau tätig. „Wir sind ein bunt gemischter Haufen und genauso vielfältig ist auch die Arbeit“, erklärt Jörg, „bei uns muss jeder alles können – von den Bestellungen bis zur Kasse.“ Die Harmonie zwischen den Mitarbeitern stehe bei der Auswahl vor den fachlichen Kenntnissen.
Und von hier müssen sie sein: „Das ist ganz wichtig bei uns: Kunde und Verkäufer sollen sich kennen – wir wollen kein anonymes Einkaufen.“
Als Besonderheit im Laden bezeichnet die erfahrene Verkäuferin auch die Stimmung im Laden: „Wir haben es selbst an Stresstagen lustig
hier drin und wenn wir gut drauf sind, dann ist auch Kundscha gut drauf.“ Herzlichkeit sei ein ganz wichtiger Faktor, der Kunden anspricht und
auch Fremde würden schnell mit eingebunden. Auch das übrige Team des Dor adens bringt sich nach Möglichkeit mit ein: „Wenn die Geschäftsführer zum Beispiel an Weihnachten Glühwein im Laden ausschenken, wird das ein richtiges Event hier drin.“ Daneben seien in der abendlichen und heimeligen Atmosphäre des Ladens auch schon Weinproben veranstaltet worden. Auch Fotovorführungen und Vorträge zu verschiedensten Themen organsierte das Ladenteam: „So möchten wir mit der Bevölkerung in Kontakt bleiben.“ Generell könne man im Dorf deutlich spüren, wie der Zusammenhalt der Gemeinschaft seit der Wiedereröffnung des Ladens gewachsen sei. „Da werden Infos ausgetauscht und man verabredet sich zum Kaffee – mit unserem Dorfl aden kann WhatsApp nicht mithalten!“

        

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Bis zu 5000 Zahlungsvorgänge
verbucht der Dorfl aden im Monat.
Neben klassischen Produkten wie in Supermärkten
bietet der Dorfl aden auch Produkte aus der Region.
Auf Frischeprodukte wie Obst und Gemüse wird
vom Dorfl aden-Team viel Wert gelegt.

 

Quelle: Florian Maucher

Allgäu-Beilage des Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblattes

 

Eröffnung Dorfladen Steibis

Am 12. Juni 2017 eröffnete in Steibis ein kleiner aber feiner Dorfladen.

Seit vergangenen Sommer stand fest, dass sich die örtliche Bäckerei Schwarz zukünftig nur noch auf Backwaren und Kaffee konzentrieren wollte. Die Steibinger wollten jedoch auch zukünftig Waren zum täglichen Leben direkt in Steibis einkaufen.

So sorgte eine Initiative um Thomas Geißler und Ingrid Fink dafür, dass in Steibis, getragen von einer Genossenschaft, wieder ein Dorfladen entstand. Beinahe in Rekordzeit erfolgte bereits am 10. Mai 2017 die Anmeldung der „Dorfladen Steibis UG“ im Handelsregister. Nach Gesprächen mit der Bäckerei Schwarz wurde zudem beschlossen, dass auch die Backwaren zukünftig über den Dorfladen verkauft werden. Gesagt, getan. Während die Umbauarbeiten für den geplanten Dorfladen noch laufen, wurde eben als Übergangslösung bereits das etwas kleinere „Provisorium“ eröffnet. Die Eröffnung erfolgte nahtlos nach der Schließung der Bäckerei. So gab es auch keine Versorgungslücke im Ort, was für das Dorfladen-Team und seine Helfer jedoch reichlich Wochenendarbeit bedeutete. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Neben den 734 Steibinger freuen sich nun auch die Urlauber und Tagestouristen, dass sie in Steibis bestens versorgt werden.

Frau Siegrid Fink führt als Marktleiterin seit der Eröffnung die Geschicke des Dorfladens. Sowohl Marktleitung als auch die Geschäftsführung sind glücklich über den großen Zuspruch, welcher der Dorfladen erfährt.

Wir wünschen dem Dorfladen Steibis weiterhin gute Geschäfte und eine ebenso erfolgreiche Eröffnung des „tatsächlichen“ Dorfladens im Herbst.

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Marktleiterin Siegrid Fink (2. .v.l.) und ihr Team freuen sich über die Eröffnung des Dorfladens.

 

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Klein aber fein.

 

Schlangestehen im Denklinger Dorfladen

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Hoffentlich nicht nur am Eröffnungstag: richtig viel Betrieb im Denklinger Dorfladen.

Denklingen – Mit so einem Andrang haben weder die sechs Beschäftigten, noch die Frauen und Männer der Initiative gerechnet: Unerwartet groß war die Resonanz, als in Denklingen in den Räumen der ehemaligen Metzgerei Baumann am Samstag der Dorfladen eröffnet wurde. Zeitweise befanden sich mehr als hundert Leute vor den Regalen und hinter den Theken. Diese interessierten sich nicht nur für das Angebot, sondern füllten auch Körbe und Einkaufswagen.

An der Kasse – sie steht am Ende der Theke, in der Wurst und Fleisch sowie Brot und Backwaren angeboten werden – bildeten sich zeitweise lange Schlangen. Das hatte mit dem großen Andrang zu tun; aber auch damit, dass es mit dem Kassensystem zwischendurch noch ein wenig haperte. Katja Egner, die ebenso wie Robert Merkle ehrenamtlich die Geschäfte für den Dorfladen führt, warb anfangs im Lechrainer Dialekt um Verständnis dafür, „wenn’s no a bissla schoppat“.

Waren im Niedrigpreis-Segment werden ebenso angeboten wie Markenprodukte oder Angebote der Bioschiene. Obst- und Gemüse bezieht man aus Kempten; Honig, Eier und Nudeln bringen Lieferanten aus der näheren Umgebung. Fleisch und Wurst sind vom Metzger aus Altenstadt. Brot, Semmel und Brezen sowie Backwaren sind von den Bäckereien in Denklingen und Epfach.

Ein wesentlicher Partner für den Dorfladen in Denklingen ist der Großhandel Utz aus Och­sen­hausen. Er liefert wie mittlerweile bei 400 anderen Geschäften und bei 40 Dorfläden – das „Trockensortiment“, wie die Experten den Bereich neben den Frischeprodukten nennen.

Freilich werde beim Angebot noch „durchgespielt“, wie es Katja Egner erklärte. Sie verwies auf ein Buch an der Kasse, wo Kunden ihre Wünsche hineinschreiben können. „Wir sind für alles offen“, so Egner und ergänzt: „Wir haben so viel Herzblut reingesteckt“.

Robert Merkle, der sich im Dorfladen-Vorstand wesentlich um organisatorische und finanzielle Belange kümmert, erinnerte an die immensen Vorbereitungen, insbesondere in den letzten Wochen. Besonders würdigte er den Einsatz von Max Ebner aus Dienhausen und von Franz Stahl bei den handwerklichen Arbeiten, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass aus der ehemaligen Metzgerei Baumann ein zirka 160 Quadratmeter großer Verkaufsraum geworden ist. „Was ihr zwei malocht habt, das verdient allen Respekt“, wandte er sich an Ebner und Stahl. Alle Hände voll zu tun hatten in den letzten Tagen neben den Helfern auch die Beschäftigten mit Marktleiterin Michaela Herz.

„Eine bessere Chance bekommen wir nicht. Jetzt liegt’s an uns.“ Mit diesen Worten wandte sich Bürgermeister Michael Kießling an die Gäste in dem kleinen Zelt, das im Hof aufgestellt wurde. Am Dorfladen sehe man, was sich durch eine „Mannschaftsleistung“ auf die Beine stellen lasse. Kießling erinnerte daran, dass nach der Schließung des Edeka-Ladens 2014 auch „Tiefschläge“ nicht ausgeblieben seien, die an der Motivation der Dorfladen-Initi­a­toren gezehrt hätten. Aber die Beharrlichkeit habe sich ausgezahlt.

Rainer Utz aus Ochsenhausen – dessen Firma ist seit über 100 Jahren im Lebensmittelhandel tätig – zeigte sich „guter Dinge“. Der Dorfladen liege zentral in Denklingen, das durchaus eine solide Struktur habe. Er erwähnte, dass Dorfläden auch in Ortschaften mit weniger als 1000 Bewohnern funktionieren würden – Denklingen habe mit Dienhausen doppelt so viele.

Quelle: Kreisbote Landsberg vom 03.07.2017 von Johannes Jais

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v.l.n.r.: Bürgermeister Michael Kießling. Geschäftsführer Rainer Utz, Katja Egner und Robert Merkle eröffnen den Dorfladen symbolisch.

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Die Spielecke im Dorfladen: Klein übt sich…

 

5-jähriges Jubiläum Niedersonthofen

Der Dorfladen Niedersonthofen feierte vom 15. bis zum 18. März sein 5-jähriges Jubiläum.

Fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass in Niedersonthofen ein kleiner Dorfladen eröffnete. Trotz allem Enthusiasmus rechneten die Geschäftsführer Kurt Hübner, Peter Nessler und Hermann Siegel damals wahrscheinlich nicht mit einer derartigen Erfolgsgeschichte. Der Dorfladen gehört mittlerweile zum Ort als gäbe es ihn schon immer. Mit 75 Quadratmeter Fläche und seinem untypisch verwinkelten Schnitt darf der Laden getrost als was „Besonderes“ bezeichnet werden. „Klein aber fein“ beschreibt sich der Dorfladen auf seinem Flyer selbst. Vor zwei Jahren wurde zugehörig zum Dorfladen sogar noch ein Getränkemarkt eröffnet.

Beide Läden verfolgen beim Sortiment das gleiche Ziel – sie wollen ihren Kunden alles bieten, haben dabei aber stets den Blick für das Besondere. So bietet der Laden, neben dem herkömmlichen Sortiment, Brot und Käse aus dem Ort ebenso an, wie italienische Spezialitäten. Diese Mischung wird sowohl von heimischen Kunden als auch von den Touristen geschätzt.

Für das Team um Markleiterin Barbara Jörg bedeutet ein regionales Sortiment mit einer Vielzahl an Lieferanten und der geringe Platz natürlich viel Arbeit. So ist der Dorfladen mit fünf Vollzeitstellen und zwei Minijobs mittlerweile der größte Arbeitgeber im Ort und mit Sicherheit auch der belebteste Fleck im Dorf.

Um diese Erfolgsgeschichte zu feiern, die sich neben der Beliebtheit des Dorfladens auch mit schwarzen Zahlen belegen lässt, luden die Geschäftsführer am 17. März 2017 zur Feier ein. Nach den Grußworten war besonders der große Applaus der Gäste für die Mitarbeiterinnen des Dorfladens bemerkenswert. Dies zeigte einmal mehr, dass der Dorfladen von den Niedersonthofener auch wegen der Menschen geschätzt wird, die dort arbeiten.

Nach dem offiziellen Teil konnten die Gäste auf den Dorfladen anstoßen. Denn „Grund genug gibt es allemal“, wie die Geschäftsführer treffend auf der Einladung zum Jubiläum anregten.

Die Firma Utz freut sich über fünf gemeinsame Jahre guter Zusammenarbeit und wünscht dem Dorfladen alles Gute für die Zukunft.

5 Jahre Dorfladen Niedersonthofen 1

Firmenchef Rainer Utz hielt zur Jubiläumsfeier
eine kleine Rede.

5 Jahre Dorfladen Niedersonthofen 2

Die Gäste der Feier begrüßte der Dorfladen
herzlich mit einem Glas Sekt.

5 Jahre Dorfladen Niedersonthofen 6

Das Dorfladen-Team freut sich über die zahlreichen
Besucher.

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