Pressebericht Aktionstag der Nahversorger am 06. und 07. Mai 2017                      

Ulm/ Neu-Ulm – Über 170 Teilnehmer fanden sich am 06. und 07. Mai 2017 zum 2. Aktionstag der Nahversorger in Ulm/Neu-Ulm ein. Eingeladen waren Um´s Eck Kaufleute und Dorfläden unter bürgerschaftlicher Regie der Markant-Großhandlungen LHG Eibelstadt, Handelshaus Rau in Pfarrkirchen und der Firma Utz aus Ochsenhausen.

Rainer Utz, Geschäftsführer der Firma Utz Lebensmittelgroßhandel in Ochsenhausen, begrüßte als Gastgeber die Kaufleute sowie die Vertriebsmannschaft der drei Großhandlungen.

Die Veranstaltung begann am Samstagabend, in geselliger Atmosphäre im Ratskeller in Ulm und diente der Unterhaltung und dem gegenseitigen Kennenlernen. Schwerpunkte der anschließenden Fachtagung am Sonntag in Neu-Ulm waren zwei Workshops von Frau Ursula Drechsel und Herrn Michael Bauer, die sich ganz dem Thema „Der Flirt mit den Kunden“ widmeten.

Bevor es jedoch zu den Referenten ging, wurde der 100. Dorfladen in der süddeutschen Markant-Gruppe gekürt – der Dorfladen in Oberegg. Hier wurde stellvertretend für das ganze Dorfladen-Team Herrn Robert Zwickel, Geschäftsführer des Dorfladens, eine Flasche Magnum Sekt und ein Zuschuss für das nächste Betriebsfest überreicht.

Nach dem Mittagessen folgte ein spannendes Showkochen von Starkoch Christian Henze. Dieser zeigte, dass man mit „Power“ aus wenigen Zutaten leckere Gerichte zaubern kann.

Zuletzt stellte je ein Kunde pro Großhandlung eine Marketingidee vor. Der Bauernmarkt Steinwald-Allianz stellte sein Projekt „Digitales Dorf“ und der Dorfladen Evenhausen den „Regionaltag – Mit Kunden, für Kunden“ vor. Der Dorfladen Aßmannshardt präsentierte hier die Aktion „Mein erster kleiner Job“, bei der die Vorschulgruppe des Kindergartens in Aßmannshardt den Dorfladen erkundete und „mithalf“.

Zum Ende der sehr gelungenen und von allen Seiten sehr gut aufgenommenen Veranstaltung fasste Herr Dr. Dörfelt, Geschäftsführer der LHG in Eibelstadt, die Themen des Tages nochmals zusammen und bedankte sich bei allen Teilnehmern. Außerdem stimmte er die Gäste auf die nächste Veranstaltung ein; diese wird die Firma LHG als Gastgeber im Frühjahr 2019 im Raum Franken ausrichten.

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Herr Rainer Utz begrüßte als Gastgeber alle Teilnehmer.

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Michael Bauer erläuterte wie man mit Kunden immer auf der „Flirt-Ebene“ bleibt.

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In Gruppen wurden verschiedene Fragen zum Thema „wie bekommen wir neue Kunden in unseren Laden“ ausgearbeitet.

Aktionstag der Nahversorger 2017 Ulm 4Starkoch Christian Henze begeisterte das Publikum mit Kochkünsten.

                       

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Die Repräsentanten der drei Großhandlungen LHG, Rau und Utz.

Aktionstag der Nahversorger 2017 Ulm 6Die Teilnehmer beim Gruppenfoto vor dem Ratskeller in Ulm.

Bilder: bildwerk89

Michelwinnaden feiert sein gelungenes Dorfladen-Projekt – Offizielle Eröffnung mit 100 Gästen

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Dorfladen-Mitarbeiterin Sandra Meschenmoser und Rosemarie Miller-Weber zerschnitten das rote Band gemeinsam.

Seit zwei Wochen hat der Dorfladen in Michelwinnaden bereits geöffnet – im Testlauf sozusagen. Am Samstag wurde nun bei strahlendem Sonnenschein die offizielle Eröffnung im Burgsaal gefeiert.

Zur Szenerie: Die hölzernen Regale sind gefüllt mit rund 500 Lebensmittelposten, ebenso der große Kühlschrank und die Gefriertruhe. Die sieben Teilzeitverkäuferinnen loten noch die Mengenverhältnisse der Produkte aus. Das kleine Kaffee mit Sitzgelegenheit lädt zum Verweilen ein, es soll ein Ort der Kommunikation sein. Spätestens beim zweiten Einkauf werden die Kunden mit Namen angesprochen. Liebevoll dekoriert ist der Verkaufsraum mit alten Bildern, die zum Teil die zwei anderen Läden zeigen, die es in Michelwinnaden früher gab. Der neue terrakottafarbene Boden strahlt Gemütlichkeit und Wärme aus. Die Getränkekisten sind im Nebenraum gestapelt. Sogar Einkaufstaschen mit dem Logo „Unser Lädele“ wurden von Hand genäht. Bis jetzt kann unter der Woche von 6.30 Uhr bis 13 Uhr und von 16 bis 18 Uhr eingekauft werden – und samstags bis 13 Uhr.

Was bislang im Testlauf geschah, wurde am Samstag offiziell besiegelt. Dazu spielte der Musikverein Concordia zur Begrüßung der annähernd 100 Gäste das Stück „Jubelklänge“. Frieder Skowronski, Ortsvorsteher und Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft „Dorfladen Michelwinnaden eG“, nahm das Stück bei seiner Begrüßungsrede auf: Die Eröffnung eines Dorfladens in Michelwinnaden sei wirklich ein Anlass zum Jubeln. Er beschrieb den Werdegang der Idee bis zur Durchführung und dankte allen für finanzielle und/oder tatkräftige Hilfe. Im Anschluss berichteten die verschiedenen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „Nahversorgung“ von ihren Tätigkeiten und gaben den Gästen Einblick in die Verwaltung des Dorfladens.

Norbert Näher, der sich um die Finanzen des Ladens kümmert, berichtete von den vielen Nummern, die zu beschaffen notwendig gewesen seien, um so ein Geschäft zu eröffnen: man brauche eine Betriebsnummer, eine Gläubigernummer, eine Mitgliedsnummer bei der IHK, und noch viele mehr und – sehr wichtig – auch ein Nummernbankkonto. Joachim Gresser zählte den Anwesenden die Lieferanten auf und legte nochmals dar, dass sehr auf regionale Produkte geachtet wird. Martina Nunnenmacher, die sich um das Personalwesen kümmert, verglich den Laden mit einem Organismus, der nur leben könne, wenn alles zusammenarbeite und wenn er mit Seele erfüllt sei, wobei sie den zukünftigen Kunden, die Funktion der Seele zuspielte.

Rosemarie Miller-Weber, Vorstandsvorsitzende der Leutkircher Bank, gratulierte den Anwesenden, auch im Namen ihrer Kollegen, zur Eröffnung. Sie berichtete von der Selbstverständlichkeit dieses Projekt zu unterstützen, sei es mit der Überlassung der Räumlichkeiten oder in finanziellen Fragen. Und sicherte zur Freude aller auch weiterhin die Unterstützung zu. Auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Petra Krebs beglückwünschte alle Einwohner Michelwinnadens zu „ihrem Lädele“. Sie setzt sich auf höherer Ebene für die Förderung von Einkaufsmöglichkeiten im ländlichen Raum ein. „Sehr schön, wenn man sieht, wie es auch funktionieren kann“, gratulierte sie der Arbeitsgruppe. Thomas Riedle und auch Edmund Gresser gaben Einblick in die handwerklichen Ausführungen, die alle ehrenamtlich, durchgeführt wurden.

Nach einem nicht enden wollenden Applaus der Gäste für das Tun der Arbeitsgemeinschaft, wurde von Autohändler Franz Schwägler der „Dorfladen-Dienstwagen“, ein kleiner Smart übergeben. Gedacht, um den weniger mobilen Bewohnern von Michelwinnaden die Lebensmittel und Getränke ins Haus zu liefern. Ein Jahr stellt er das beschilderte Auto dem Dorfladen zur Verfügung. Wer aus Michelwinnaden kurzfristig ein Auto brauche, könne es sich auch ausleihen, so Schwägler – aber nicht zum Einkaufen außerhalb, so seine Bedingung.

In der Folge wurde in einem feierlichen Akt das rote Band von der Mitarbeiterin Sandra Meschenmoser und Rosemarie Miller-Weber zerschnitten. Anschließende strömten die Gäste in den Laden und feierten das gelungene Projekt. 154 Genossenschaftsmitgliedern, die circa 250 Anteile halten, stellt das Lädele auf sichere Beine – sofern dort auch eingekauft wird. Dessen sind sich die Einwohner bewusst. Besonders die Kinder genießen den nie gekannten Luxus, sich ein Eis oder andere Süßigkeiten, zu holen. Die Taschengeldfrage muss jedoch in mach Michelwinnaderer Familien neu diskutiert werden.

Quelle. Schwäbische Zeitung vom 26.03.2017 von Simone Schwägler

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Die Besucher der Eröffnungsfeier wurden
herzlich mit Kaffee, Kuchen und kleinen Leckereien begrüßt.

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Der Musikverein von Michelwinnanden
begleitete die Eröffnungsfeier mit
festlicher Musik.

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Die Firma Auto Schwägler sponserte dem Dorfladen Michelwinnanden
einen exklusiven Dorfladen-Kleinwagen für 1 Jahr.

Claudia Schuhmann20. März 2017 
16:10 Uhr
Aktualisiert am: 
24. März 2017 
03:45 Uhr

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Der Landtagsabgeordnete Klaus Adelt (SPD-Fraktion, Sprecher für kommunale Daseinsfürorge, links) war zu Besuch im Eibelstadter Unternehmen LHG. Neben ihm (v.l.) MdL Volkmar Halbleib, Anja Roggenbuck, Bernd Weykopf und Thomas Dörfelt (alle LHG). Foto: Claudia Schuhmann

Wenn Klaus Adelt von Kolonialwarengeschäften erzählt, dann weiß er, wovon er redet. Bis 1984 führte er gemeinsam mit seiner Mutter selber eines, später wurde er Bürgermeister der oberfränkischen Stadt Selbitz. Jetzt sitzt Adelt für die SPD im bayerischen Landtag und ist dort in seiner Fraktion Sprecher für kommunale Daseinsfürsorge. Die Probleme des ländlichen Raums sind sein Spezialgebiet, und aus diesem Grund hatte ihn sein Landtagskollege Volkmar Halbleib nach Eibelstadt eingeladen.

Die beiden SPD-Politiker diskutierten über das Thema „kommunale Daseinsvorsorge“ mit Bürgermeistern und Allianzmanagern aus dem Landkreis Würzburg, zuvor aber schaute sich Klaus Adelt im Eibelstadter Unternehmen LHG um.

Kleiner Großhändler

Die Lebensmittelhandels-GmbH beliefert als „kleiner Großhändler“ unter anderem Tankstellen, aber auch Lebensmittelgeschäfte auf dem Lande, hauptsächlich im nordbayerischen Raum sowie in Baden-Württemberg, Südthüringen, Sachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Zur LHG gehören die „Um's Eck“-Franchise-Märkte, von denen es beispielsweise in Sommerhausen einen gibt.

Von den Geschäftsführern Thomas Dörfelt und Bernd Weykopf erhoffen sich Halbleib und Adelt Anregungen aus der Praxis: „Was funktioniert? Und was muss die Politik wissen?“ fragt Halbleib. Zum Beispiel dieses: Gibt es in einem Ort keine Einkaufsmöglichkeit, ziehen junge Familien nicht dort hin. Das weiß Thomas Dörfelt aus Gesprächen mit vielen Bürgermeistern. Da können die Immobilienpreise noch so niedrig sein. Und nicht einmal die alten Menschen blieben auf den Dörfern wohnen, wenn sie sich dort nicht mehr versorgen könnten.

Notfalleinkäufe reichen nicht

Dennoch bestehen Dörfelt zufolge solche Möglichkeiten. Ein kleines Lebensmittelgeschäft könne durchaus funktionieren, wenn ihm nicht große und preiswertere Konkurrenten in unmittelbarer Nähe das Wasser abgraben, sagt der Geschäftsführer. Wichtig sei aber, dass alle Einwohner hinter dem Geschäft stünden und es auch tatsächlich nutzten, so Vertriebsleiterin Anja Roggenbuck. Denn von „Notfalleinkäufen“, etwa der vergessenen Sahne für den Sonntagskuchen, kann kein Einzelhändler leben. Das weiß auch Klaus Adelt aus eigener Erfahrung.

Die Marktleiter stünden außerdem nicht selten vor dem Problem des Neids, berichtet Anja Roggenbuck. Schon der Kauf eines Autos könne an den Mitbürgern nagen, die dann das Gefühl hätten, dem Inhaber mit ihren Einkäufen teure Anschaffungen zu ermöglichen. Wie hart und zeitaufwendig diese Arbeit ist, gerät dabei in den Hintergrund.

Das andere Konzept sind Dorfläden, die durch eine gemeinschaftliche Initiative im Ort entstehen und von Ehrenamtlichen betrieben werden. Thomas Dörfelt warnt aber davor, das operative Geschäft komplett in die Hand der Ehrenamtlichen zu legen. Zu kompliziert ist die Thematik, und nicht selten geht den anfangs sehr engagierten Ehrenamtlichen nach einer Weile einfach die Puste aus. „Der Marktleiter muss aus dem Gewinn finanziert werden“, fordert Dörfelt.

Und was kann die Politik da tun? Soll die Daseinsvorsorge eine kommunale Aufgabe werden, so wie Klaus Adelt das verlangt? „Das heißt ja nicht, dass der Bürgermeister Pampers verkaufen soll“, tritt er einer häufig vorgebrachten Vorstellung entgegen.

Bürgschaft oder Anschub-Finanzierung

Die öffentliche Hand sei in der Tat wichtig, bestätigt Thomas Dörfelt. Sie könne Dorfläden auf die Beine helfen, etwa, indem die Kommune zu Beginn die Miete zahlt. Oder das Land zeichnet Anteilsscheine, übernimmt eine Bürgschaft für Darlehen oder ermöglicht eine Anschub-Finanzierung.

Volkmar Halbleib hält die kleinen Geschäfte dann für überlebensfähig, wenn sie verschiedene Funktionen bündeln, zum Beispiel eine Poststelle integrieren. Thomas Dörfelt geht noch einen Schritt weiter und wünscht sich die Eingliederung eines Apotheken-Service. Für Anja Roggenbuck ist ein Dorfladen auch der ideale Standort für einen Bankautomaten. Zudem könne es sinnvoll sein, dem örtlichen Bäcker oder Metzger dort eine Verkaufsstelle einzurichten, so dass die Geschäfte nicht in Konkurrenz zueinander treten.

Volkmar Halbleib erhofft sich auch vom Abschlussbericht der Enquete-Kommission zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Bayern neue Erkenntnisse. Dieser soll im Sommer fertig sein und wird, so Halbleib, „das Gebetbuch für die nächste Legislaturperiode“ werden.

 

Quelle: Mainpost.de

 

Nach nicht einmal 12 Monaten war es wieder soweit. Das bayerische Dorf Bad Bayersoien hat wieder einen Dorfladen.

Es war eine Zeit voller Arbeit für den Arbeitskreis und seine Mitglieder, doch die stille Eröffnung am 15. Dezember zeigte: die Mühe hat sich gelohnt!

Viele Kunden tummelten sich im zentralen, 70 Quadratmeter großen Laden. Die Kunden finden dort nun alles, was sie für den täglichen Bedarf brauchen und noch ein wenig mehr. Neben der gut sortierten Käse- und Wursttheke ist die schöne und große Obst- und Gemüsetheke das Aushängeschild des Dorfladens, worauf die Marktleiterin Frau Schäfer und ihr Team auch viel Wert legen. Frisches Fleisch bietet der Dorfladen keines an, da man hier der örtlichen Metzgerei keine Konkurrenz machen will.

An der offiziellen Eröffnungsfeier am 21.01.2017 war der Andrang trotz klirrender Kälte groß. Der Beiratsvorsitzende der Unternehmergesellschaft Karl-Heinz Schuster begrüßte voller Stolz die vielen Gäste. Bis solch ein Dorfladen gegründet werden kann, gilt es die Bevölkerung zu mobilisieren und auch einige bürokratische Hürden zu meistern, so Schuster. Bei der Eröffnungsfeier hatten sich bereits 264 Anteilszeichner für den Dorfladen gefunden, darunter auch einige Urlaubsgäste. Diese kommen umso lieber in das schöne Bad Bayersoien, wenn sich dort eine Einkaufmöglichkeit befindet. Dies freut auch Bürgermeisterin Gisela Kieweg, die oftmals nach einer Einkaufsmöglichkeit gefragt wurde. Hier könne sie endlich wieder mit „Ja“ antworten.

Bei ihren Grußreden betonten der Landtagsabgeordnete Florian Steibl und der Landratsvertreter Dr. Michael Rapp vor allem die Regionalität des Dorfladenkonzepts. Die Stärkung der Wirtschaft durch regionale Erzeuger, sowie die Einsparung vieler gefahrener Kilometer seien eine der großen Vorteile des Dorfladens, so die Politiker. Auch Gottes Segen wurde durch die Pfarrer in den Dorfladen gebracht.

Am Eröffnungstag wurden viele Produkte regionaler und überregionaler Lieferanten an die Kunden verschenkt. Wenn die Bad Bayersoiener den Dorfladen weiterhin so gut annehmen wie in den ersten Monaten, muss sich die Dorfladengemeinschaft keine Sorgen machen.

Wir wünschen dem Dorfladenteam, dass sie den eingeschlagenen Weg erfolgreich weitergehen und eine erfolgreiche Zukunft.

 

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Gruppenfoto vor dem Dorfladen

 

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Hier ein kleiner Einblick in das umfangreiche Sortiment.

 

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Die gut sortierte Wurst- und Käsetheke lässt keinerlei Wünsche offen

 

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Das Aushängeschild des Dorfladens: das große Obst- und Gemüseangebot.

 

In Oberegg war die Nahversorgung von 1923 bis 2013 dank der Familie Herbst gesichert. Die Familie Herbst führte also beinahe über ein ganzes Jahrhundert einen Edeka Laden, ehe Herr Eduard Herbst den Laden 2013 aus Altersgründen schließlich aufgab. Eine Ära ging somit zu Ende.

Kurzzeitig wurde der Laden von einem neuen Betreiber weitergeführt, allerdings mit mäßigem Erfolg. Es folgte die erneute Schließung.

Doch seit dem 2. Februar 2017 können sich die Einwohner Obereggs, Untereggs und aus der Umgebung in Oberegg wieder mit Lebensmittel und frischem Obst und Gemüse versorgen. An diesem Tag eröffnete wiederum in den Räumlichkeiten der Familie Herbst der neue Dorfladen in Oberegg – „Unser Laden-Egg“.

Die Bewohner Obereggs wünschten sich weiterhin neben dem örtlichen Bäcker Kohler auch ein Lebensmittelgeschäft und haben dafür mit dem Rückhalt der Gemeinde in kurzer Zeit einiges geleistet. Entstanden ist ein neuer Dorfladen, der von den Bürgern getragen wird.

Robert Zwickel, Geschäftsführer der UG, freute sich bei der Eröffnung für sich und alle Bürger, dass es wieder einen Laden zum Einkaufen und zum „Ratschen“ gibt. Ins gleiche Horn stieß bei Ihren Grußworten auch Bürgermeisterin Marlene Preißinger, bevor der Laden vom Ortspfarrer die Segnung erhielt.

Mit der Bäckerei nebenan hat somit ein kleines aber feines Ortszentrum wieder Bestand.

Das Dorfladen-Team um Marktleiterin Ingrid Döring legt bei der Sortimentsauswahl großen Wert auf Regionalität, was durch über 15 regionale Lieferanten des Dorfladens verdeutlicht wird. Eine besonders schöne Auswahl bietet die Obst- und Gemüsetheke sowie das große Angebot an Molkerei-Produkten.

Der Wunsch des Dorfladen-Teams, dass die Bewohner den Laden annehmen, scheint sich bisher zu erfüllen. Marktleiterin Ingrid Döring weiß dies zu schätzen und nimmt sich der Kundenwünsche an das Sortiment gerne an.

Die Firma Utz wünscht dem Dorfladen Oberegg, dass er die Geschichte der Nahversorgung in Oberegg, die einst mit der Familie Herbst ihren Anfang nahm, erfolgreich weiterschreibt und der Laden auch die nächsten 50 Jahre Bestand hat.

 

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Auch von außen war der Laden feierlich geschmückt.

 

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Der helle und freundliche Dorfladen kann sich wirklich sehen lassen.

 

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Verkaufsberater Matthias Utz, Herr Rainer Utz und Herr Gebhard Wagner gratulieren, Marianne Schröther, Marktleiterin Ingrid Döring und Geschäftsführer Robert Zwickel (v.l.n.r.) zur Eröffnung.

Quelle Bilder: Claudia Baumstark

 

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